
1811 legte der König von Sachsen in einem Dekret den Umbau des Schlosses zu einem Zuchthaus fest. Aufgrund der neuen Nutzung mussten bauliche Veränderungen durchgeführt werden. Im April 1812 wurden die ersten Häftlinge aus dem Gefängnis in Torgau ins Zuchthaus Lichtenburg überführt, 1832 waren bereits über 700, sowohl weibliche als auch männliche, Gefangene hier inhaftiert und die Zahl stieg weiter. In den großen Sälen des ehemaligen Schlosses richtete man Werkstätten für die Häftlinge ein. 1878/79 wurde ein Zellenbau auf dem hinteren Schlosshof errichtet.
Aufgrund des schlechten baulichen Zustands und der erschwerten und teuren Bewachungsmöglichkeiten in der verwinkelten Schlossanlage wurde die preußische Haftanstalt 1928 geschlossen.
Aber bereits wenige Jahre später wurde der Lichtenburg die schreckliche Funktion als Konzentrationslagers zugewiesen.
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